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PROZESS

Static - das Making Of

Denis Moschitto (r.) und Axel Post im Cinesupply-Studio
Bild: Christian Amouzou
Für Static konfrontierte Axel Post den Schauspieler Denis Moschitto mit einem medialen Dauerstream. Der Stream aus TV-Bildern ist nicht zufällig, sondern kuratiert und editiert. Neben News- und Kriegsbildern wechseln sich Musikvideos mit Serien-Outtakes und Werbespots der 70er- und 80er-Jahre ab. 

Auf der - nur für den Protagonisten hörbaren - Audiospur dominieren wiederkehrende Passagen aus Jens Friebes Momus-Cover „What will death be like?“
Axel Posts Arbeiten sind oft portraithaft und gescripted. Sie verändern sich zu zufälligen Zeitpunkten, teils über sehr lange Zeiträume, bis hin zu Monaten oder Jahren.
Am Ende verschwindet der Protagonist und das leere Set bleibt zurück.

Denis Moschitto zählt ohne Zweifel schon seit Benjamin Quabecks Film Nichts bereuen von 2001 zu Axels Favoriten. Über den gemeinsamen Freund und Fotografen Christian Amouzou kamen die beiden in Kontakt.
Das Set entstand in den Räumen von Cinesupply, der Firma von Sven Krüger, der seit vielen Jahren in zahllosen Projekten mit Post als Kameramann und DOP zusammengearbeitet hat. Denis sieht in einen Teleprompter, in den anstelle eines Moderationstextes der Videostream gespielt wurde. Zusätzliche TV-Screens dienen als Lichtquelle.

Preview

In der Post-Produktion stellte Post vier gleichlange Videoloops aus unterschiedlichen Phasen der Ermüdung her, die in gemäßigter Zeitlupe abgespielt werden. Zu einem zufälligen Zeitpunkt wird Denis Moschitto aufstehen und gehen. Zurück bleibt nur noch das leere Set, bis jemand ein Polaroid mit dem Gesicht des Schauspielers an den Kühlschrank klebt.